Verbrauchertipps

Garen auf dem Grill - Manchmal ist Umluft besser

Möglichst heiß, möglichst schnell – das ist noch lange nicht alles, was mit dem Grill möglich ist. Wer die Kunst des Umluft-Grillens beherrscht, kann wahre Feinschmecker-Menüs zaubern. Dabei ist es denkbar einfach und hat mit Magie nichts zu tun.

Wer kennt sie nicht, die Turbo-Griller. Mit dem Blasebalg oder dem Fön wird die Holzkohle auf Hitze gebracht, bis die Luft darüber zu wabern scheint. In Sekundenschnelle ist das Fleisch oder Gemüse scheinbar fertig, das Branding jedenfalls ist perfekt. Doch wie es drinnen aussieht ... – dabei geht das jeden etwas an.

Die wahre Kunst aber zeigt sich beim indirekten oder dem Umluft-Grillen. Nicht mehr direkt über der Glut wird die Mahlzeit gegrillt. Stattdessen wird sie sanft gegart.

Die Kohle wird am besten im Anzündkamin vorgeglüht. Ist sie mit einer feinen, weißen Ascheschicht überzogen, wird sie durch zwei Kohleteile links und rechts auf dem Kohlerost verteilt. Zur Not geht es auch ohne die Teiler. Dann wird die Glut an den Rändern des Rostes aufgehäufelt. Dazwischen wird eine Schale mit Wasser platziert. Sie dient zum Auffangen des Fettes aus dem Grillgut.

Nun den Grillrost mit etwas Speiseöl einpinseln. Das verhindert das Ankleben des Fleisches und der Grillrost lässt sich nachher besser reinigen. Zum Branding darf das Fleisch kurz über die größte Hitze. Aber wirklich nur kurz, um die Außenseiten schön knusprig zu bekommen. Anschließend bleibt das Grillgut in der Mitte und wird schonend gegart. Per Um- und Abluft lässt sich die Temperatur individuell regeln. Fleisch kann zum Beispiel bei 110 Grad ganz sanft und schonend gar werden.

Ideal eignet sich der black pearl select von LANDMANN zum Umluft-Grillen. Er bietet ausreichend Platz, um die Glut in den beiden Kohleteiler außen herum zu verteilen.

Durch den emaillierten Kaminzug für eine schnelle, regulierbare Luftzufuhrsteuerung und den Lüftungsregler im Deckel kann er ganz den eigenen Wünschen entsprechend reguliert werden. Die fest integrierte Temperaturanzeige zeigt eine genaue Gar -und Grillzeit an.

Damit wird Grillen zum Genuss und aus der Deutschen liebsten Outdoor-Küche wird ein kulinarischer Arbeitsplatz für anspruchsvolle Menüfolgen. Denn auf diese Weise gelingen selbst so empfindliche Gerichte wie Fisch, der im Ganzen und saftig auf den Teller kommt.

Und wer direkt grillen möchte, hat mit dem innovativen OptiHeat-System beim Zubereiten von Grillwürsten und saftigen Steaks auch auf einem Kugelgrill richtig Spaß - dank der einzigartigen Höhenverstellung des Grillrostes.



Michael Hoffmann, BBQ Champion 2008/2009

Anzünden, aber richtig - Einfach und sicher mit dem Anzündkamin

Es gibt viele Methoden, einen Holzkohle-Grill anzuzünden. Aber nicht alle funktionieren auch bei Grill-Amateuren. Dabei gibt es eine nahezu ideale Variante, das heiß begehrte Feuer für des Deutschen liebste Outdoor-Küche sicher zu entflammen: mit dem Anzündkamin.

Abenteuerlich geht es manchmal zu in Parks und Gärten wenn versucht wird, den Holzkohle-Grill in Betrieb zu nehmen. Mit einem Anzündkamin ist man stets auf der sicheren Seite um die Holzkohle in den begehrten Zustand idealen Glühens zu bringen.

Auf einer feuerfeste Unterlage, dem Kohlerost oder der Feuerschale wird ein Holzspan,
ein Anzündwürfel oder –stäbchen zusammen mit zusammengeknülltem Zeitungspapier entzündet. In den Anzündkamin kommt die benötigte Kohlemenge, der Zylinder wird anschließend über die Flammen gestellt.

Etwa 15 bis 20 Minuten dauert es, bis die Kohle gut durchgeglüht und mit einer weißen Ascheschicht überzogen ist. Das heiße Gut wird jetzt auf dem Grill verteilt. Ein Griff am Anzündkamin erleichtert das Ausschütten. Je nach gewählter Grill-Methode, direkt oder indirekt, wird die heiße Kohle gleichmäßig an ihren Platz gebracht.

Hinter dem vermeintlichen Trick steckt einfache Physik. Warme Luft steigt auf, der Unterdruck wird durch nachströmende Luft ausgeglichen. Das Feuer brennt heißer, weiterer Sauerstoff drängt nach, der die Flammen weiter anfacht. Die Methode ist sicher und einfach, verhindert Stress, weil lästiger Rauch weitgehend ausbleibt und spart nebenbei Zeit. Und kommen noch weitere Gäste, kann man mit dem Anzündkamin vorsorglich vorglühen.

Grund genug also, das er weitere Verbreitung findet, damit Grillen immer das bleibt, was
es sein soll: ein herrlicher Spaß mit dem wunderbaren Nebeneffekt, dabei auch noch satt zu werden.


Räuchern im Kugelgrill - Goldgelber Fisch mit rauchigem Geschmack

Es muss nicht immer ein Räucherofen oder eine Räuchertonne sein. Auch mit einem Kugelgrill lässt sich wunderbar Fisch zubereiten und haltbar machen. Der Geschmack kommt durch die Glut von frisch verbranntem Holz, schön abgelagert und klein gehackt.

Ob Forelle, Lachs oder Karpfen – selbst und frisch geräuchert ist Fisch ein wahres Gedicht. Dabei darf er ruhig auch schon einmal gefroren gewesen sein, das tut der Qualität keinen Abbruch. Doch wer glaubt, nur mit einem speziellen Räucherofen allein lässt sich der rauchige Hochgenuss zaubern, sollte es einmal mit einem Kugelgrill probieren. Wichtig ist das Holz. Es muss in kleine Stücke gehackt, ordentlich trocken gelagert und am besten Erle, Robinie oder Buche sein. Weniger gut ist Birke, nahezu ungeeignet sind Nadelhölzer, weil sie zu viel Harz enthalten, der mit schwarzem Rauch verbrennt.

Der Fisch sollte zwischen acht und zwölf Stunden in einer acht- bis zehnprozentige Salzlake gelegen haben, weniger ist manchmal mehr. Je nach Geschmack zusätzlich Wacholderbeeren, Lorbeerblätter, Pfeffer und Kümmel in Wasser aufkochen und beifügen.

Danach wird das Räuchergut ordentlich mit viel sauberem Wasser gereinigt. Vor dem Räuchern im Kugelgrill, zum Beispiel dem black pearl von LANDMANN, müssen die Fische gut getrocknet werden. Erst mit Küchenpapier, anschließend im geschlossenen Kugelgrill.

Dafür muss vorher Feuer gemacht werden, aber nur auf der einen Seite in der Feuerschale. Daneben kommt eine Tropfschale. Die untere Luftzufuhr bleibt geöffnet, bis das Holz gut durchgeglüht ist. Um auf Betriebstemperatur zu kommen, muss der Deckel mit offener Lüftungsklappe aufgelegt werden. Wichtig ist bevor der Fisch in den Rauch kommt, dass der Grill auf 90 Grad hochgeheizt wird und dann bei 40 - 50 Grad die Temperatur gehalten wird. Eine fest integrierte Temperaturanzeige wie beim black pearl ist hier äußerst hilfreich.

Dann ist es Zeit, die vorbereiteten Fische über der Schale und neben der Glut auf den Rost zu legen, der mit Öl eingestrichen wurde, damit nichts kleben bleibt. Der Deckel kommt wieder drauf, mit nach wie vor geöffneter Abluft. Die Temperatur darf steigen. Nach rund 15 Minuten ist das Räuchergut trocken.

Der eigentliche Räuchervorgang beginnt. Holzmehl, Holzchips, Obstholz oder Hickorystücke werden auf die Glut gelegt. Die untere Luftzufuhr wird geschlossen. Nach etwa 60 Minuten (Makrele) bis 120 Minuten (Aal und Forelle) sind die Fische fertig. Goldgelb muss die Farbe sein und das Fleisch darf nicht zu weich sein. Lieber etwas länger räuchern. Nun wird die Mahlzeit vom Rost genommen und darf noch ein bisschen ruhen, bevor sie verspeist werden kann. Übrigens: am besten schmeckt Selbstgeräuchertes am zweiten oder dritten Tag. Also, einfach mal probieren.